Kunst-Projekt-Eurythmie: „Wenn die Eurythmie nicht zum Jugendliche kommt, müssen die Jugendlichen zur Eurythmie gehen“

Schülerbegegnung Rudolf-Steiner-Schule Neuwied mit der PartnerschuleWaldorfschule Sofia in Kiew, Ukraine, September 2012

Schülerbegegnung Rudolf-Steiner-Schule Neuwied mit der Partnerschule
Waldorfschule Sofia in Kiew, Ukraine, September 2012

Heute stehen die Oberstufenlehrer vor einer neuen Aufgabe: Nicht nur intellektuellen Unterricht zu erteilen, sondern die Schule auszufüllen mit Projekten, die aus den Schülern hervorgehen: Eurythmiegruppen, Musikgruppen, Theatergruppen und anderes. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Elena Jakovenko-Killge entschloss sich als erste aus der Ukraine für ein Eurythmiestudium. Sie arbeitet jetzt in Rudolf Steiner Schule in Neuwied als Eurythmielehrerin und Betreuerin der 11. Klasse. Frau Jakovenko-Killge konnte die Kinder so begeistern, dass die selber den Wunsch geäußert haben, Eurythmie in der Waldorfschule „Sopija“ in Kiew zu machen. Sie erzählt: „“Nach dem regelmäßigen Austausch zwischen den Schülern der 9. Klasse entstand die Idee, nicht nur die Schule und das Land zu Besuchen, sondern ein Projekt zu machen. Eine gemischte Schülergruppe (9.-11. Klasse) der Rudolf Steiner Schule Neuwied reiste mit ihrem Kunst-Projekt-Eurythmie vom 21.bis zum 28 September 2012 nach Kiew in die Ukraine zu einer Schülerbegegnung mit der Waldorfschule Sophia. 11 Jugendliche haben keine Probe verpasst. Das war eine lebendige Initiative der Entdeckung der Welt. Wir haben zusammen mit Schülern aus Kiew gearbeitet – es gab keine Probleme – alle machten gerne mit! Das war großartig! Jetzt denken meine Schülerin über die nächsten Kunstprojekte nach“. 9. Klasse aus der Waldorfschule „Sophija“ reiste nach Deutschland von 22. Juni bis. 2 Juli 2013. Irina Antonowna, Eurythmielehrerin in Kiew erzählt: „Als ich zum ersten Mal die Eurythmieschüler aus Deutschland gesehen hatte, fragte ich mich: Sind wir etwa schlechter? Wir können das auch! Die Eltern haben auch eine große Rolle bei der Umsetzung gespielt. Seit Februar 2013 bereiten wir zusammen mit den neunten Klassen und der Leiterin Marina Gogudze ein Eurythmieprojekt vor. Die Klasse bereitete acht Kunstvorführungen vor. Die deutschen Kinder und ihre Gäste sahen sich im Juli drei Aufführungen unserer älteren Klassen an“. Beata Schäper, Mutter eines Schülers aus der Waldorfschule Neiwied, sagte: „Alle Eltern waren total davon begeistert, die Leichtigkeit in Bewegungen so harmonisch umgesetzt zu sehen. Man sieht, wie viel sie geübt haben. Ich weiß nicht, warum ein solche Unterschiede bestehen, aber mit den Eltern haben wir verstanden, dass russische Eurythmie eine andere Seele zeigt“. Man muss weiter die gegenseitigen Sprachen lernen, mehr Kontakt pflegen, und weiter Kunstprojekte machen. Frau Jakowenko-Kilge möchte erstmal Pause machen mit dem nächsten Eurythmieprojekt, doch was die Zukunft zeigt, bleibt offen… ganz nach dem Motto:„Wenn die Eurythmie nicht zu den Jugendlichen kommt, müssen die Jugendlichen zur Eurythmie gehen“.

Eurythmie 9. Klasse (Kiew) in der Waldorfschule Neiwied

Eurythmie 9. Klasse (Kiew) in der Waldorfschule Neiwied

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